Inlinesanierung
Die Inlinesanierung ist ein grabenloses Verfahren, bei dem defekte Kanäle weder ausgegraben noch freigelegt werden müssen.
Dadurch bleiben Wände, Böden und Hofanlagen unberührt, und zusätzliche Baukosten entfallen – ein großer Vorteil gegenüber herkömmlichen Methoden.
Folgende Verfahren wenden wir an, um Rohre und Kanäle zu modernisieren.
Mineralische Beschichtungen, Injektionen, Epoxid- & Silikatharze, sowie GFK-Auskleidungen gehören zu unserem täglichen Geschäft.
Mineralische Beschichtung
Die mineralische Beschichtung von abwasserberührten Bauwerken ist ein Sanierungsverfahren, bei dem spezielle kunststoffvergütete, zementgebundene Beschichtungsstoffe auf Beton- oder Mauerwerksoberflächen aufgebracht werden, um diese gegen chemische und mechanische Einflüsse aus dem Abwasser zu schützen.
Zunächst wird der Untergrund gründlich vorbereitet, z.B. durch Reinigen, Hochdruckwasserstrahlen, Entfernen geschädigter Bereiche und ggf. Reprofilieren.
Anschließend erfolgt das Aufbringen der mineralischen Beschichtung in ein- oder mehrlagiger Ausführung. Diese Materialien sind meist sulfatbeständig, diffusionsoffen und haften gut auf mineralischen Untergründen.
Das Ziel des Verfahrens ist es, die Dauerhaftigkeit der Bauwerke zu erhöhen, sie vor Korrosion (z.B. durch biogene Schwefelsäure) zu schützen und ihre Dichtheit sowie Funktion langfristig zu sichern.
Auskleidung & Beschichtung mit
Epoxid- oder Silikatharzen
Die Auskleidung mit Epoxid- oder Silikatharzen ist ein Beschichtungsverfahren zur Sanierung von Abwasserschächten und -bauwerken. Ziel ist die Wiederherstellung der Dichtheit, der Schutz vor biogener Schwefelsäurekorrosion sowie die Erhöhung der chemischen und mechanischen Beständigkeit.
Zunächst wird das Bauwerk außer Betrieb genommen, gründlich gereinigt (z.B. Hochdruckwasser- oder Feststoffstrahlen) und von losen sowie geschädigten Bestandteilen befreit. Schadstellen wie Risse, Fugen oder Ausbrüche werden vorab reprofiliert und verschlossen.
Anschließend wird die Oberfläche je nach System vorbereitet (z.B. Aufrauen und Vornässen). Danach erfolgt der Auftrag des Beschichtungssystems aus Epoxid- oder Silikatharz manuell (mit Spachtel oder Kelle) oder maschinell im Spritzverfahren. Die Beschichtung wird in der erforderlichen Schichtdicke gleichmäßig aufgebracht und an Bauwerksanschlüsse angepasst.
Das Material härtet chemisch aus und bildet eine dichte, korrosionsbeständige Schutzschicht an der Bauwerksinnenwand. Die Harze zeichnen sich dabei insbesondere durch hohe Beständigkeit gegenüber Säuren und Feuchtigkeit und eine sehr gute Haftung und mechanische Belastbarkeit aus.
Abschließend erfolgt eine Qualitätskontrolle, z.B. durch Schichtdickenmessung, Haftzugprüfung
oder Dichtheitsprüfung.
GFK-Auskleidung
Das Sanierungsverfahren GFK-Auskleidung (Glasfaserverstärkter Kunststoff) wird zur Instandsetzung und zum Schutz von abwasserberührten Bauwerken wie Schächten, Kanälen oder Behältern eingesetzt.
Dabei werden vorgefertigte GFK-Platten oder vor Ort laminierte GFK-Schichten auf die Innenflächen des bestehenden Bauwerks aufgebracht. Nach einer gründlichen Reinigung und Untergrundvorbereitung (z. B. Entfernen von Schadstellen, Ausbessern von Fehlstellen) erfolgt die Applikation mehrerer Harz- und Glasfaserschichten. Diese härten zu einer dichten und korrosionsbeständigen Innenauskleidung aus.
Die GFK-Auskleidung dient sowohl dem Schutz gegen chemische Angriffe (z. B. durch Schwefelsäurekorrosion) als auch der Verbesserung der Dichtheit und Tragfähigkeit. Das Verfahren zeichnet sich durch hohe Dauerhaftigkeit, gute Anpassungsfähigkeit an komplexe Geometrien und vergleichsweise kurze Bauzeiten aus.
Einbau von GFK- bzw. Kunststoff-Schachtböden
Der Einbau von GFK- oder Kunststoff-Böden dient der Sanierung und Profilierung beschädigter Schachtsohlen in Abwasserschächten. Ziel ist es, die hydraulischen Eigenschaften zu verbessern sowie die Dichtheit und Beständigkeit gegenüber chemischen Angriffen zu erhöhen.
Zunächst erfolgt eine Zustandskontrolle und Vermessung der Schachtgeometrie, um den passgenauen Schachtboden vorzufertigen. Anschließend wird der Schacht außer Betrieb genommen, gereinigt und die bestehende Schachtsohle ausgestemmt.
Der vorgefertigte Boden wird dann in den Schacht eingebracht und exakt ausgerichtet. Die Verbindung an vorhandene Zu- und Abläufe erfolgt durch entsprechende Rohrstutzen, welche z.B. mit Edelstahlmanschetten angebunden werden. Der verbleibende Hohlraum zwischen dem bestehenden Untergrund und dem neuen Schachtboden wird mit Vergussmörtel oder Spezialmörtel verfüllt, um eine kraftschlüssige und dauerhaft stabile Lagerung zu gewährleisten.
Schacht in Schacht
Die Schacht-in-Schacht-Sanierung ist ein grabenloses Verfahren zur Instandsetzung beschädigter Abwasserschächte. Dabei wird ein neuer, vorgefertigter Schachtkörper in den bestehenden Altschacht eingesetzt. Ziel ist die Wiederherstellung der Dichtheit, Standsicherheit und Dauerhaftigkeit des Bauwerks.
Zunächst wird der vorhandene Schacht außer Betrieb genommen, nach Erfordernis Schachtabdeckung, Konus oder Abdeckplatte abgenommen, gereinigt und von losen sowie geschädigten Materialien befreit. Im nächsten Schritt werden vorgefertigte Schachtelemente (aus GFK, Polymerbeton oder Kunststoff) in den bestehenden Schacht eingebracht und dort abschnittsweise oder als Einzelteil montiert. Die Elemente werden miteinander dicht verbunden und exakt ausgerichtet.
Der entstehende Ringraum zwischen Alt- und Neuschacht wird anschließend mit geeignetem Verfüllmaterial (z.B. Dämmer oder Mörtel) verfüllt, um eine kraftschlüssige Einbindung und Lastabtragung zu gewährleisten.
Abschließend werden Zu- und Ablaufleitungen dicht angeschlossen, gegebenenfalls Abdeckplatte, Konus und die Schachtabdeckung wieder aufgesetzt und die Übergänge dicht angebunden.
Schachtliner
Das Schachtliner-Verfahren ist eine moderne, grabenlose Methode zur Sanierung von Abwasserschächten. Dabei wird ein speziell gefertigter, mit Harz getränkter Schlauchliner passgenau in den bestehenden Schacht eingebracht und an die Innenwand angelegt. Anschließend härtet das Material mit UV-Licht aus und bildet eine neue, dichte, statisch tragfähige und
korrosionsbeständige Innenauskleidung.
Der große Vorteil des Schachtliners liegt in der schnellen und wirtschaftlichen Durchführung ohne aufwendige Tiefbauarbeiten. Schäden wie Risse, Undichtigkeiten oder Korrosion werden nachhaltig behoben, während die vorhandene Bausubstanz erhalten bleibt. So verlängert sich die Lebensdauer des Schachtes deutlich bei minimaler Beeinträchtigung des Betriebs.
Relining mit Einzelrohren bzw. Rohrstrangverfahren
Das Relining mit Einzelrohren ist ein grabenloses Verfahren zur Sanierung von Abwasserkanälen, bei dem vorgefertigte Rohre in den bestehenden Altkanal eingezogen werden. Ziel ist die Wiederherstellung der Dichtheit und Standsicherheit bei minimalen Erdarbeiten.
Zu Beginn wird der vorhandene Kanal gereinigt und mittels Kamerainspektion auf Schäden, Hindernisse und den Leitungsverlauf überprüft und kalibriert. Anschließend werden gegebenenfalls Hindernisse entfernt und der Kanal für den Einbau vorbereitet.
Im nächsten Schritt werden kurze Einzelrohre (z.B. aus GFK oder Kunststoff wie PE oder PP) über vorhandene Schächte oder Baugruben in den Altkanal eingebracht. Die Rohre werden nacheinander eingezogen oder eingeschoben und zu einem durchgehenden Rohrstrang verbunden, meist über Steck- oder Schweißverbindungen.
Der neu eingebrachte Rohrstrang hat einen geringeren Durchmesser als der Altkanal, wodurch ein Ringraum zwischen Altrohr und neuem Rohr entsteht. Dieser Ringraum kann je nach Anforderungen mit einem Dämmer (z.B. Zementmörtel) verfüllt werden, um die Lastabtragung zu verbessern und Hohlräume zu vermeiden.
Abschließend werden Anschlussleitungen wieder angebunden und eine Dichtheitsprüfung sowie Kamerainspektion zur Qualitätssicherung durchgeführt.
Sanierung mittels Schlauch-Lining
Dadurch bleiben Wände, Böden und Hofanlagen unberührt, und zusätzliche Baukosten entfallen – ein großer Vorteil gegenüber herkömmlichen Methoden.
Injektionen gegen Undichtigkeiten
Die Injektion ist ein Sanierungsverfahren zur Abdichtung von Undichtigkeiten in Abwasserschächten und Kanälen. Ziel ist es, das Eindringen von Fremdwasser (Infiltration) sowie das Austreten von Abwasser (Exfiltration) dauerhaft zu verhindern.
Zunächst wird der betroffene Bereich gereinigt und mittels Inspektion (z.B. Kamerabefahrung oder Begehung) lokalisiert. Schadstellen wie Risse, Fugen, undichte Anschlüsse oder Wassereintritte werden gezielt identifiziert.
Anschließend werden Injektionspacker in Bohrlöcher entlang der Schadstelle gesetzt über diese dann ein geeignetes Injektionsmaterial (z.B. Polyurethanharz oder Acrylatgel) unter kontrolliertem Druck in die undichten Bereiche eingebracht (injiziert) wird.
Das Injektionsmaterial reagiert mit Wasser bzw. im Baugrund, schäumt auf oder geliert und dichtet die Schadstelle sowie das umliegende Gefüge ab. Dadurch werden Wasserwege und Hohlräume verschlossen und die Dichtheit des Bauwerks wiederhergestellt.
Nach der Aushärtung bzw. Reaktion werden die Packer entfernt und die Bohrlöcher verschlossen. Abschließend erfolgt eine Kontrolle des Sanierungserfolgs, z. B. durch Sichtprüfung, erneute Kamerainspektion oder Dichtheitsprüfungen.
Mineralische Injektionen zum Füllen von Hohlräumen
Die mineralische Injektion ist ein Sanierungsverfahren zur Verfüllung von Hohlräumen, Rissen und Ausspülungen im Bereich von Abwasserschächten und Kanälen. Ziel ist die Wiederherstellung der Standsicherheit, die Vermeidung weiterer Setzungen sowie die Abdichtung gegen Infiltration und Exfiltration.
Zunächst wird der betroffene Bereich gereinigt und mittels Inspektion (z.B. Kamerabefahrung oder Begehung) lokalisiert und bewertet. Anschließend werden je nach Schadensbild Injektionslöcher gebohrt und in diese Injektionspacker eingesetzt.
Im nächsten Schritt wird eine mineralische Injektionssuspension (z.B. Zement- oder Feinstzementsuspension) unter kontrolliertem Druck durch die Injektionspacker in die Hohlräume eingebracht. Das Material verdrängt vorhandenes Wasser und füllt die Hohlräume vollständig aus. Nach dem Einbringen erhärtet die Suspension und bildet einen festen, tragfähigen und weitgehend dichten Körper. Dadurch wird der Untergrund stabilisiert und das Bauwerk dauerhaft gesichert.
Abschließend erfolgt eine Kontrolle des Injektionserfolgs, z.B. durch Nachverpressung, Kamerainspektion oder Dichtheitsprüfung.
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